Da
Weihnachtsgrantler
Da Karli war koa
unrechta Mo.
Es war hoit bloß so,
dass a Weihnachtn ned leidn hod kinna.
und sei Frau, des Annal
war drüba ned grod glücklich.
Oba, wos wui ma mocha?
Da Mo schafft o, und d‘Frau schaut wia
ma wos draus mocha ko.
Es war hoit wieda amoi vor
Weihnachtn. Da Karli is auf da Beng in da Kich gsessn und hod da Annal
zuagschaut wias Lebkuachan bacha hod.
„Fir wen mochst eitz
den Schmarrn scho wieda? Du woaßt doch, dass i koane Lebkuachan mog!“
S’Annal hod se langsam umdraht
und an Karli ogschaut.
„Du ned! Oba andre
scho!“
Dann hods weida gwutzlt
Stickal um Stickal und da Karli hod in sein Bart brumpfet:
„Gspinnate Henna.
Lebkuachan, Pletzal, Leckal und wos sunst no kimmt, mia is wuascht. Des mistige
Weihnachtn, des soi da Deife hoin!“
Freile hod a gsegn,
dass se s’Annal heimlich a Bettal vom Gsicht gwischt hod, und wia imma wenns so
weit war, woit da Karli bloß no weg vo dahoam.
So is a oiso ins
Wirtshaus ganga. Zo seine Spezln, af a Hoibe Bier, oda zwoa und wenns grod aus
geht no an Schnaps dazua.
Heit wars oba scho a
wengal komisch. Weil seine Freind am Stammtisch so rührselig warn.
Do is doch glatt a
Adventskranz aufm Tisch glegn und drei Kerzal ham drauf brennt.
„S’is scho wos
Scheens,“ hod da oane gsogt und da andre hod moant, „Wos Bsondas is de Zeit
scho. Jeds Joar wieda.“
Da Karli hod sei Bier
drunga und nix drauf gsogt.
„Ja, wos host denn?
Bist oiwei no so läste wega Weihnachtn. Geh, Karl, sei doch ned da so.“
„Mir wuascht! Doats wos
woits!“
„Schenkst deina Annal
imma no nix?“ De Frog is vom Reinbichla kemma, der war a recht a fromma Mo, guad ogsehn in da Gmoa.
„Wos
geht’s di o? Is oiwei no mei Sach! Und
übahaupt, des Weihnachtn is grod dafir do, dass de Gschäfta a Geid mochan und
ihr seids so bleed und foits drauf
eina!“
„I schenk da Mein heia
a Reise nach Ibiza. Eigentlich woits ja nach Australien. Oba des kann i mir ned
leistn,“ erzeit ona.
„Bin vorhin beim
Juwelier gwesn, a Ringal mit ana scheena Perle hob i dort kauft. Do werd de Mei
schaun. Auf des Gsicht gfrei i mi jetz scho.“
Und so is weida ganga,
jeda hod erzeit wos a seina Frau oda seina Freindin schenkn werd.
Da Karli war ganz
staad. Erst wia d’Wirtin a Weihnachtmusi eigschoit hod, is a aufgsprunga.
„Zoin!“ So laut hod da gschrian,
dass olle daschrocka zamzuckt san.
Und dann is a ausse in
d’Nocht und de Tir is hinter eam zuagfoin, dass grod gscheppert hod.
S’Annerl war
währenddessn imma no fleißig am Bacha. Des Woana war vorbei, weil sie der
Ansicht war, dass des eh nia wos gnutzt hod.
Und wias de letztn
Lebkuacha ausm Ofa gnomma hod is ihr eigfoin, dass früha an Weihnachtn, da
Karli oiwei da Erste war, der de siaßn Sachan stibitzt hod.
Ja, friara, damois, wia
da Bua no kloa war.
Aba der war
mittlerweile scho seit a poar Joar in Amerika, wega da Arbat und weils eam
oiwei so drawi eiganga is, is a aa nia hoamgflogn an Weihnachtn.
Jetz sans wieda kemma,
de Tropfal aus de Augn von da Annal.
Draußn auf da Straß war
an Karli auf amoi goa nimma guad.
„I hob doch bloß a
Hoibe und oan Schnaps drunga.“
Dann is eam so
schwindlig wordn und im Kopf war so ein Durchanand, dass a an Weg nimma gfundn
hod.
Noch a boar Schritt is
a gstoipat und higfoin und wos da Karli a vosuacht hod. Er is nimma auf d’Höh
kemma.
Angst is eam an Buckl owegrunna,
wia a koita Wassafoi. Vor seine Augn ham bunte Punktal tanzt und er hod gmoant,
dass a jetz sterbn muass.
Auf amoi war vor eam
sei Annal, und de Tränen, de üba ihre Backal glaufa san.
„Mei Annal, es duad am
so leid…“
Er war so in sei Elend votiaft,
dass er de Stimm erst gar ned wirklich wahr gnomma hod.
„Geht’s
eana ned guad. Gehn’s i huif eana auf.“
De Stimm war recht
sanft und ganz liab.
Und wia den Retter
gsehgn hod is eam fast s’Herz steh bliebn.
A junga Kerl, mit
goldblonde Lockn und an Gsichterl des seiner Annal so ähnlich war.
„Mei Bua…“ Da Karli hod
bloß flüstern kinna.
„I bin da Steffl, heit
erst okemma do im Dorf. Nur koa Angst, i bring eana hoam.“
So hod da Steffl an
Karli aufghoifa, gfrogt wo a dahoam is und beim Gehen hod der Kerl, der grod so
ausgschaut hod wia an Karli sei Bua vozählt, dass er sei Oma do im Dorf
bsuacht, weil eben Weihnachtn kimmt und wia er si do drüba gfreit.
Vor da Haustür hod se
da Steffl verabschiedet und da Karli is no steh bliebn. Hod zum Himme aufegschaut
und s war wia a Wunder. Eam is wieda guad ganga.
De Stern hobn so
glitzert wia wenns eam wos sogn hättn woin. Und vo irgendwo her is a
Glöckerlklang kemma, ganz sacht und ganz mild wia des Singa vo Engerl.
Auf amoi is sei Annerl
neba eam gstandn.
„Du, hods leis gsogt,
du, da Bua hod grod ogruafa.“
„Unsa Bua…“
„Ja, er kimmt heia auf
Weihnachtn hoam.“
I wünsch eich a scheens
und frohs Weihnachtn und, dass eiane Liabn oiwei bei eich san.
Irmgard
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Do it
Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.