Sonntag, 18. Dezember 2016

Gedicht "Heiligabend" aus "Gedichte und Geschichten"

Heiligabend

Im Radio die „Stille Nacht“
Du hast den Christbaum angemacht.
Der Rauschgoldengel grinst verlegen.
Schnee liegt nur auf alten Wegen.

Es gibt Würstchen mit Salat.
Wer dies wohl erfunden hat?
Du blickst auf den Lichterregen
Und hoffst auf neuen Weihnachtssegen.

Gestern noch, im Glühweinrausch,
der Traum vom schnellen Partnertausch.
In der Stadt die Menschenmenge.
Du suhlst sich im Konsumgedränge.

Die Glöckchen klingeln wie die Kassen.
Ziehen an die kaufend Massen.
Der Gabentisch zusammenbricht.
Doch das ersetzt die Liebe nicht.

Was hat das Christkind dir gebracht?
Hast du geweint oder gelacht?
Schau auf den Weihnachtsstern der blinkt.
Von Ferne dir die Hoffnung winkt.

So wünsch ich dir für Heiligabend.
Für dein Herz die richtigen Gaben.
Für das Neue Jahr ein kleines Glück.
Nimm es an und gib’s zurück.

Irmgard 




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