Heiligabend
Im Radio die „Stille
Nacht“
Du hast den Christbaum
angemacht.
Der Rauschgoldengel
grinst verlegen.
Schnee liegt nur auf
alten Wegen.
Es gibt Würstchen mit
Salat.
Wer dies wohl erfunden
hat?
Du blickst auf den
Lichterregen
Und hoffst auf neuen
Weihnachtssegen.
Gestern noch, im
Glühweinrausch,
der Traum vom schnellen
Partnertausch.
In der Stadt die
Menschenmenge.
Du suhlst sich im
Konsumgedränge.
Die Glöckchen klingeln
wie die Kassen.
Ziehen an die kaufend
Massen.
Der Gabentisch
zusammenbricht.
Doch das ersetzt die
Liebe nicht.
Was hat das Christkind
dir gebracht?
Hast du geweint oder
gelacht?
Schau auf den
Weihnachtsstern der blinkt.
Von Ferne dir die
Hoffnung winkt.
So wünsch ich dir für
Heiligabend.
Für dein Herz die
richtigen Gaben.
Für das Neue Jahr ein
kleines Glück.
Nimm es an und gib’s
zurück.
Irmgard